Die Agenda 21 steht für eine sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung und Lebensqualität.
Alle Regierungen, die das Programm anlässlich der Konferenz für Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 in Rio de Janiero unterzeichneten, sprachen sich dabei konkret für diese Werte aus. Der Natur darf nur das entnommen werden, was sie wieder reproduzieren kann.
Dabei geht es nicht nur um Umwelt, sondern auch um die soziale Entwicklung der Menschen. Alle Menschen sollten demnach das Recht auf ein gesundes, produktives Leben in einer intakten Umwelt und lebenswerte Zukunftsperspektiven haben.
Ein bedeutender Punkt der Agenda 21 ist, dass nicht nur die Regierungen aufgefordert sind, die Ziele umzusetzen. Alle Menschen sollen sich darüber Gedanken machen, wie sie in Zukunft leben sollen. Sie sind aufgefordert sich an Entscheidungsfindungen zu beteiligen.
Der Leitsatz dazu: “Global denken, lokal handeln“
Außerdem soll auch die Rolle der Kinder und Jugendlichen und ihre aktive Einbeziehung in alle für sie wichtigen Lebensbereiche gefördert werden. Sie können einzigartige Ansichten einbringen und Zusammenhänge sehen, die von großer Wichtigkeit sind.
Die Villa Winter bietet als Standort ideale Voraussetzungen für verschiedene Aktivitäten. Durch ihre ruhige, verkehrsarme und abgelegene Lage ist es möglich eine große Reihe von Projekten auszuführen, die in Richtung Agenda 21 und Naturpädagogik führen.
Nach einer Inaugenscheinnahme wurde das Gesamtprojekt in mehrere Einzelprojekte unterteilt.
Im Außenbereich
a) Blumengärten
Das ganze Gelände soll so weit wie möglich mit Blumen und Pflanzen verschönert werden. Blumen wirken sich positiv auf die Psyche der Menschen aus und lösen durch ihre Ästhetik Wohlbefinden aus.
b) Kräuter- und Gemüsegärten
Gemeinsam mit den Jugendlichen werden Kräuter und Gemüse angepflanzt. Durch den Anbau von Kräutern und Gemüse könnte sich die Wohngemeinschaft saisonbedingt mit frischem Gemüse bzw. Kräutern selbst versorgen.
c) Haltung von Hühnern und anderen Kleintieren
Durch die artgerechte Haltung von Hühnern wird die Wohngemeinschaft eigene Eier von Freilandhühnern erhalten.
Über die gemeinsame Verpflegung und Versorgung der Tiere wachsen Verantwortungsgefühl und Beziehungen zwischen Menschen, den Tieren und der Natur.
d) Treff im Garten
Vor dem Haus liegt ein geeigneter Platz, der als Treffpunkt im Garten genutzt werden soll. Es sollte dies ein Ort der Zusammenkunft, des Austausches und der Freizeit sein.
e) Backofen
An derselben Stelle des Grillplatzes soll ein Lehmofen aufgestellt werden. Somit wäre die Möglichkeit gegeben, zusammen mit den Jugendlichen selbst Brot oder Pizza zu backen.
Im Innenbereich
a) Energie und Wasser
Energie und Wasser sind Weltressourcen, mit denen man sparsam umgehen muss.
Es wurde deshalb beschlossen Sparmaßnahmen einzuleiten, indem Wasserzähler und Sparlampen installiert werden.
b) Mülltrennung und Kompost
Wichtig ist in allen Projekten nach wie vor die Mülltrennung. Die Jugendlichen sollen weiterhin motiviert werden, den Müll regelmäßig zu trennen. Der organische Müll wird natürlich getrennt und der daraus entstandene Kompost für die Gärten wieder verwendet.