Eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben ist Arbeit. Sie ermöglicht finanzielle Sicherheit und den Erhalt des eigenen Lebensunterhaltes inklusive Wohnung, Freizeit, usw.
Arbeit trägt zu einem wesentlichen Teil dazu bei, dass sich der Mensch gebraucht, wichtig und integriert fühlt. Für psychisch erkrankte, sowie auch für sozial benachteiligte Jugendliche, ist es im Regelfall außerordentlich schwierig eine Ausbildung bzw. eine Lehrstelle zu finden. Das primäre Ziel des Projektes
JUGEND – ARBEIT – INTEGRATION
JAI
ist es deshalb, dieser immer größer werdenden Gruppe von benachteiligten Jugendlichen einen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Die Jugendlichen sollen die Gelegenheit bekommen, im "geschützten" Rahmen des Arbeitsintegrationsprojektes Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln.
Im März 2008 wurde für das Projekt das Tagescafé mokkacino in Bruneck gepachtet. Das Café soll in erster Linie als Ausbildungsstätte gelten. Die Jugendlichen sollen nach Abschluss des Ausbildungs- und Orientierungspraktikums in der Lage sein, auf dem "offenen" Arbeitsmarkt eine Anstellung zu erhalten, wobei sie dafür die entsprechende Unterstützung erhalten.
Das Projekt sieht vor, dass pro Tag bis zu 6 Jugendliche (in Turnusdiensten) mit den unterschiedlichen Aufgaben innerhalb des Cafés betraut werden.
Die Praktika werden durch die Abteilung Arbeit der Autonomen Provinz Bozen finanziert und gefördert (Beschluss Nr. 35 vom 29.08.2006). Die Jugendlichen erhalten für ihre Tätigkeit keine Entlohnung, aber ein sogenanntes Taschengeld vom Betrieb. An diesen Kosten beteiligt sich das Land im Rahmen seiner Förderungen mit max. 400 Euro/Monat.
Die Jugendlichen werden während der Praktikumsphase auch von den Mitarbeitern des Arbeitsvermittlungszentrum Bruneck begleitet und erhalten außerdem Unterstützung und Hilfestellung bei der Suche einer Anstellung nach Beendigung des Praktikums.