Die sozialtherapeutischen Wohngemeinschaften
Villa Winter und Villa Sommer
Die Villa Winter in Dietenheim und die Villa Sommer in Leifers betreuen 25 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 11 und 18 Jahren (wobei hinsichtlich möglicher Entwicklungsrückstände grundsätzlich eine Verlängerung des Aufenthalts bis zum 21. Lebensjahr möglich ist) mit biopsychosozialen Problemen.
Die jungen Menschen, die in den Wohngemeinschaften untergebracht sind, weisen vielfach Defizite in ihrer persönlichen Entwicklung und schulischen bzw. beruflichen Förderung auf.
Die Biografien der Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind meist von negativen Erlebnissen geprägt und weisen in der Regel problematische soziale und/oder familiäre Hintergründe auf.
Die sozialtherapeutischen Wohngemeinschaften gewährleisten eine ganzheitlich strukturierte Betreuung um eine bestmögliche Integration des Jugendlichen in seine unmittelbare Umgebung. Dabei ist wichtig, nicht nur auf Auffälligkeiten zu achten, sondern das Leben des Jugendlichen als Ganzes zu betrachten und neben schulischen und pädagogischen Zielen auch den sozialen und kulturellen Hintergrund mit einzubeziehen.
Das interdisziplinäre Mitarbeiterteam, bestehend aus Erziehern, Pädagogen, Psychologen und Funktionstherapeuten (Kinder und Jugendpsychiater, Ergotherapeuten, Musiktherapeuten, Tanztherapeuten, Reittherapeuten und Psychomotoriker), schafft für jeden Einzelnen in einem pädagogischen Rahmen ein internes Therapieangebot.
Vor dem Hintergrund einer möglichen Rückführung des Jugendlichen in seine Herkunftsfamilie ist es unerlässlich, auch die Familie und im Besonderen die Eltern und Erziehungsberechtigten in die Behandlung mit einzubeziehen. Eine nachhaltige Veränderung kann nur durch Miteinbeziehen des Systems erwirkt werden.
Schulischer Unterricht innerhalb der Wohngemeinschaften, sowie berufsvorbereitende Tätigkeiten (Werkstatt, Gartenarbeit, Tätigkeiten im Kleintiergehege) stehen allen Bewohnern direkt in den Strukturen zur Verfügung.
In der Freizeit bieten neben Freizeitaktivitäten wie Skifahren, Rodeln, Kampfsport, Climbing und andere Grenzerfahrungen bei professioneller Betreuung die Möglichkeit für die Jugendlichen, Grenzen auszuloten und Ängste abzubauen, aber ebenso die eigene Körperwahrnehmung zu steigern. Alle Aktivitäten verfolgen therapeutische Ziele und ermöglichen den Jugendlichen, ihre Ressourcen zu entdecken und soziale Kompetenzen zu erwerben.
In den Wohngemeinschaften nicht aufgenommen werden können Jugendliche und junge Erwachsene mit physischen oder geistigen Behinderungen.