Sportklettern und Bouldern bieten ein vielfältiges und variables Handlungsfeld mit der Möglichkeit gezielt pädagogisch/therapeutische Entwicklungsprozesse in Gang zu bringen.
Klettern nach oben ist ein uns allen angeborenes archaisches Bewegungsmuster mit einem sehr hohen Aufforderungscharakter. Dabei wirkt es ganzheitlich auf mehreren Ebenen: Körperlich, sensorisch-motorisch, emotional und auf sozialer Ebene.
Unbestreitbar ist die positive Wirkung des gezielt eingesetzten Kletterns auf den gesamten Bewegungsapparat, das Herz- Kreislaufsystem und auf verschiedenste sensorische und motorische Systeme (Wahrnehmung, Koordination, usw.). Zusätzlich können der eigene Körper und Körpersensationen intensiv erlebt werden. Der Umgang mit Vertrauen und Verantwortung, mit Emotionen wie Angst, Freude, Stolz aber auch Frustration können hautnah erlebt und be“greif“bar gemacht werden.
Die Auseinandersetzung mit eigenen Grenzen, in einem sozialen Kontext, und der Umgang damit, tragen bei entsprechend pädagogisch/therapeutischer Unterstützung zu einem verbesserten Selbstbewusstsein, einem realistischen Selbstwert und zu vermehrtem Selbstvertrauen bei.
Die Jugendlichen werden durch das Klettern auf einer breiten Ebene in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.